[Rezension] Der Himmel über Appleton House (S. E. Durrant) ***

Der Himmel über Appleton House

Originaltitel: Little Bits of Sky
Autor: S. E. Durrant

Verlag: Königskinder
Erscheinungsdatum: März 2017
Gebundene Ausgabe mit 240 Seiten

ISBN: 978-3-551-56030-8
Preis: 16,99€
Empfehlung: ab 14 Jahren

Teil einer Reihe: Nein

Kurzbeschreibung: Ira und Zac müssen schon wieder umziehen – diesmal von einer Pflegefamilie ins Kinderheim. Es wird der erste Ort, an dem sie glücklich sind. Trotzdem: Ira sehnt sich nach dem Unmöglichen, nach einer richtigen Familie. Mit Mutter und Vater und einer eigenen Haustür. Aber die Geschwister sind nicht mehr klein und sie wollen zusammenbleiben. Keine guten Voraussetzungen. Am Ende finden sie dennoch ein Zuhause: in Martha, in Appleton House und in ihrem Garten. Und wenn der Abschied vom Kinderheim, von den Menschen dort, auch schwerfällt: Sie haben endlich ihr kleines Stück von Himmel gefunden. Für immer.

Meinung: Das Frühjahrsprogramm des Königskinder Verlags lockte mich mit diesem Buch, gänzlich überzeugen konnte es mich leider nicht.

Die junge Miracle, genannt Ira, lebt mit ihrem Bruder Zac in Skilly, einem Waisenhaus in London. Sie verbringen dort lange Zeit, sehen neue Kinder kommen und gehen, aber selbst kommen sie dem Traum einer Familie nicht näher. Erst als sie Ferien auf dem Land machen dürfen und bei Martha wohnen, lernen sie, was Familie bedeutet.

Mal davon abgesehen, dass der Klappentext extrem spoilert, so kommen Zac und Ira erst im letzten Drittel des Buchs zu Martha. Ich persönlich habe mir eine andere Geschichte erhofft, eine, in der man die Geschwister trennen will, diese sich aber vehement wehren und daher keine Familie finden. Stattdessen erfährt man von solchen Situationen rein gar nichts. Es geht viel um das Leben im Kinderheim, die Tage bei Martha, was Familie bedeutet und wie sich Ira für Zac aufopfert.

Ich empfand die Spannung als extrem unterschwellig, es war eines der Königskinder, die mich zwar in ihren Bann zogen, aber nicht halten konnten. Immer wieder habe ich während des Lesens Pausen eingelegt, weil ich gelangweilt war von Iras Erzählungen.

Ein großes Problem war für mich, dass das Buch aus Iras Sicht erzählt wird. Dadurch ist die Sprache und der Schreibstil sehr kindlich und extrem einfach gehalten. Das ist nicht jedermanns Geschmack und in diesem Fall auch nicht meiner.

Die Kapitel sind immer kurz gehalten, manche gehen gerade mal eine oder zwei Seiten, mache auch etwas länger. Die Überschriften verraten uns oftmals schon, was darin passiert, somit wurde die Spannung gänzlich abgebaut.

Fazit: Die Sprache ist kindlich und sehr einfach und der Spannungsverlauf ging gegen Null.
Cover und Kurzbeschreibung via Königskinder

Kommentare:

  1. Dito! Ich habe drei Wochen daran herum gelesen. Es war nett, aber auch nicht mehr. Lies die Cavaliersreise! :-) LG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Freut mich, dass du meiner Meinung bist. Bei Königskindern fühle ich m ich bei durchschnittlicher oder schlechter, was zum Glück noch nicht vorkam, immer mies :o

      Um Cavaliersreise schleiche ich schon rum, bin aber unschlüssig, da mich die Leseprobe nicht überzeugte :/

      Löschen
  2. Hm... naja, wenn dir die Leseprobe nicht gefallen hat, bin ich doch wieder unsicher, ob du das Buch magst. Aber es entwickelt sich... die Charaktere entwickeln sich. Es ist eines meiner Jahreshighlights... bis jetzt. Spontan würde ich sagen, man muss es einfach lieben. :-)
    Ich kritisiere die Königskinder auch nicht gerne, weil man wirklich spürt, dass die Geschichten mit viel Sorgfalt und Liebe ausgewählt werden. Ich fand bisher auch kein Buch wirklich schlecht. Nur zu "Die wirkliche Wahrheit" und "Appleton House" habe ich keinen Draht finden können. Aber die Kökis sind auch alle sehr unterschiedlich und da wäre es erstaunlich, wenn man von jedem Werk gleichermaßen begeistert wäre. Die Trefferquote für gute, ungewöhnliche Bücher ist bei diesem Verlag - so wie ich das bisher erlebe - trotzdem überdurchschnittlich hoch... LG

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich konnte zu Der 13. Stuhl auch keine große Bindung aufbauen, aber ansonsten gehörten die restlichen gelesenen KöKis mindestens zu meinen Monats - wenn nicht sogar Jahresfavouriten ♥ Auch das Herbstprogramm, ich glaube, da sind einige Schätze dabei ♥

      Vielleicht bekomme ich bei Cavaliersreise irgendwann die Chance es in der Bücherei oder gebraucht zu ergattern, dann probiere ich mein Glück damit :)

      Löschen

Ich freue mich über jedes Kommentar :)